Aktuelle Infos aus dem Dekanat Naila

Liebe Gemeindeglieder im Dekanat Naila!Ende März 2020

Ist Panik angesagt? Wenn ich die Aufgeregtheit mancher Zeitgenossen wahrnehme, mag man es fast meinen. Dabei wird von Seiten der Politik sehr angemessen reagiert. Die Hygienemaßnahmen sind einfach einzuhalten. Vielleicht wäre es auch sinnvoll, in der Öffentlichkeit und beim Einkaufen einen Mundschutz zu tragen, um nicht andere unwissentlich anzustecken - so hat es mir mein Hausarzt empfohlen. Fast alle sind nach den deutlichen Vorgaben aus München so besonnen und vermeiden wo immer möglich den direkten Konkatk mit anderen Menschen. 

Ich erlebe es jetzt als einschneidend, dass wir keine Gottesdienste mehr öffentlich feiern können. In der Not tut Beten doch einfach so gut - und die Gemeinschaft mit anderen, die auch singen und aufs Bibelwort hören. Grade den direkten Kontakt, den wir jetzt so dringend bräuchten, müssen wir aber vermeiden, um die Schwächsten in unserm schönen Frankenwald zu schützen: unsere Väter und Mütter, Oma und Opa, alle Kranken.

Mich bewegt in diesen Tagen ein Bibelvers, auf den unser Landesbischof besonders hingewiesen hat:

Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht,

sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit! 

(2. Tim. 1, 7)

Angst ist ein schlechter Ratgeber. Vielmehr dürfen wir uns in dieser schwierigen Situation durch Gottes Geist leiten lassen: Wir erkennen im Beten, was jetzt zu tun ist.

Es gilt besonnen zu reagieren, nicht besserwisserisch, denn natürlich werden jetzt auch Fehler gemacht. Die Besonnenheit lässt uns zur Kraft der Liebe finden:

Wir erkennen, wer jetzt unsere besondere Hilfe braucht: einen lieben Telefonanruf, ein hörendes Ohr oder einfach den Dienst als privater Lieferservice, weil unsere lieben Alten natürlich alle daheim bleiben.

In dieser angespannten Zeit kann es einfach gut tun, wenn man bei jemandem anrufen und sich den Kummer von der Seele reden kann. Alle Seelsorgerinnen und Seelsorger sind für Sie gerne erreichbar. Ich kenne Kollegen, die seit Jahren auch nachts ihr Telefon am Bett haben, um im Fall der Fälle zuhören und helfen zu können.

Nahezu alle unsere Kirchen sind tagsüber zum stillen Gebet geöffnet. Vielleicht führt ihr Weg da vorbei. In jedem Fall erreichen Sie auch dort den Allerhöchsten, der auf Ihr persönliches Gebet wartet.

Fast alle Pfarrämter haben den Publikumsverkehr eingeschränktUnsere Sekretärinnen sind aber zu den gewohnten Zeiten besonders gerne per Telefon und jederzeit per Mail für Sie da.

Lasst uns im Beten hören auf die Stimme Gottes,sodass jeder erkennt, was jetzt aus Liebe zum Nächsten geboten ist.

Ihr

Andreas Maar, Dekan