Das Dekanat

Dekan Andreas Maar 

Herzlich Willkommen!
Das Dekanat Naila besteht aus 16 Kirchengemeinden, die in 11 Pfarreien organisiert sind. Es hat ungefähr 18600 Mitglieder (Stand Juni 2015). Von überregionaler Bedeutung sind die Communität Christusbruderschaft in Selbitz, das Diakoniewerk Martinsberg in Naila sowie die Pfingsttagung in Bobengrün. Die Gemeinden sind volkskirchlich geprägt. Ein reges Gemeindeleben ist die Regel – von Krabbelgruppen bis zu den Seniorenkreisen reicht das Angebot. In Gottesdiensten und Bibelstunden entfaltet sich das geistliche Leben. Mit der Landeskirchlichen Gemeinschaft und dem CVJM wird eine gute Zusammenarbeit gepflegt, zur katholischen Kirche und zur Evangelisch-methodistischen Kirche gibt es gute Kontakte. In einer evangelisch geprägten Umgebung haben lebendige Gemeinden eine hohe Akzeptanz und offene Türen für ihre Arbeit. Dabei bieten z. B. die Kindertagesstätten und die Kirchenmusik besondere Chancen.

Das nachfolgende Porträt wird wiedergegeben mit freundlicher Genehmigung des Sonntagsblattes für Bayern:

Das "grüne" Dekanat im Frankenwald:
Wenn Bayerns Dekanate nach Farben benannt würden, hätte Naila einen berechtigten Anspruch auf das Grün. Denn nicht nur die ganze grüne Farbpalette durchzieht die Landschaft im Herzen des Frankenwaldes. Hier wimmelt es geradezu von Ortsnamen wie Haidengrün, Froschgrün, Gottsmannsgrün, Weidesgrün oder - richtig! - Christusgrün. Und wer jemals mit dem bayerischen CVJM zu tun hatte, dem wird das Wort "Bobengrün" ein Begriff sein: Seit über 50 Jahren, stets am Pfingstwochenende, wird dort ein Waldstück zum Kirchentagsgelände. Bis zu zehntausend junge und jung gebliebene Christen kommen dort zum "Treffen im Wald unter Gottes Wort" zusammen, und prominente Redner wie Ulrich Parzany oder Peter Hahne waren dort nicht nur einmal zu Gast.  Reiseführer attestieren dieser Gegend oft und gern eine Unverfälschtheit oder gar Urwüchsigkeit. Und wirklich sind die Natur und das gesunde Klima wohl das größte Kapital, mit dem das einstige Grenzland-Dekanat nicht erst seit dem Fall des Eisernen Vorhangs zu einem beliebten Reiseziel geworden ist. Seit 1832 trägt Bad Steben den stolzen Titel Bayerisches Staatsbad - die Heilkraft der drei Quellen freilich war schon gut 300 Jahre zuvor bekannt. So ließen sich die Bamberger Erzbischöfe den "Stebener Säuerling" in verschlossenen Krügen von reitenden Boten in die Residenz bringen.

Bad Steben hat sogar eine Tradition als evangelischer Dekanatssitz: Zwischen 1815 und 1894 residierten dort acht königliche Dekane, bis Naila wieder zur einer kirchlichen "Bezirkshauptstadt" wurde. Und hier ist die Kirche fest im Leben verwurzelt: So ziert, sicher nicht nur aus grafischen Gründen, die stilisierte Kirchturmspitze das Logo der Stadt Naila. Geroldsgrün ist der Geburtsort eines Pioniers der Papua-Mission: Christian Keyßer (1877 bis 1961), Sohn eines alten Hammerwerksgeschlechts, wurde neben Johann Flierl zu einem der wichtigsten Missionare in Papua-Neuguinea.

Mit dem Diakoniewerk Martinsberg, das 1849 als "Rettungshaus" für verlassene Kinder gegründet wurde und heute ein modellhaftes heilpädagogisch-psychotherapeutisches "Kinderdorf" unterhält, und zahlreichen anderen Einrichtungen gehört die Kirche zu den wichtigen Arbeitgebern in der Region. Nicht zuletzt fand die seit mehr als 50 Jahren bestehende Christusbruderschaft, eine weltoffene evangelische Kommunität, ihre Heimat auf dem Wildenberg bei Selbitz.

Mit der langjährigen Lage unmittelbar an der innerdeutschen Grenze teilt das Dekanat Naila allerdings auch das Schicksal vieler Regionen in Nordbayern. Abwanderung und ein anhaltendes Missverhältnis von Geburten und Todesfällen sorgten für einen spürbaren Bevölkerungsrückgang.

Eines darf der Wanderer auf keinen Fall versäumen: das vier Kilometer lange Höllental, dessen wilde Romantik schwer in Worte zu fassen ist. Denn wer diesen Weg von Blechschmidtenhammer bis zum Aufstieg zum Hirschsprung hinter sich gebracht hat, der wird mit einer einmaligen Aussicht über das ganze Tal belohnt. Übrigens: Der Aussichtspunkt trägt den Namen eines biblischen Herrschers. König David.

Neueste Entwicklungen in unserer Landeskirche mit dem Titel PuK (Profil und Konzentration) zeigen diese Darstellung: